#August | Vertrauen

Die heilsame Kraft des Vertrauens: 

Kann man den Mächtigen trauen – den Politikern, den Virologen, den Chefs der Konzerne, den Medien, der Katholischen Kirche? Wenn mal die Saat des Misstrauens gesät ist, dann sprießen kurze Zeit später daraus Verschwörungstheorien. Dabei ist Misstrauen an sich gut, wenn es ein „gesundes Misstrauen“ ist.
Wenn man allerdings mit dem Gefühl lebt, nichts und niemandem mehr trauen zu können, außer vielleicht ein paar verschworenen Gleichgesinnten, dann wird die Welt schnell feindlich und düster und das Leben zur Qual. Blindes Vertrauen kann beispielsweise zu jeder Menge Probleme und auch Gefahren führen, wie kuriose Irrfahrten zeigen, bei denen sich Autofahrer voll und ganz auf ihr Navigationssystem verlassen haben.
Gesundes Vertrauen hingegen schließt Lebensräume auf. Bei Kindern kann man sehen: Wenn man Ihnen Zutrauen gibt, ihnen Vertrauen schenkt, dann leben sie auf! Wo man ihnen nichts zutraut, ihnen ständig misstraut in dem, was sie an Lebensimpulsen zeigen, dann legt man ihre Lebensadern trocken und sie kommen als Persönlichkeiten nicht zur Blüte. Zutrauen ist ein Lebensmittel, das Lebensräume aufschließt und nicht verbaut. In der Schule gibt es den Vertrauenslehrer / die Vertrauenslehrerin mit einer „Vertrauensstellung“, zu ihm und ihr kann man kommen mit Beobachtungen, Fragen, Einschätzungen, die (nur) in einem Raum des Vertrauens ausgetauscht werden können.
Vertrauen ist zentraler „Heilfaktor“ Studien haben ergeben, dass bei der Arzt-Patient-Beziehung das Vertrauen ein wesentlicher „Heilfaktor“ ist. Dreißig Prozent des Therapie-Erfolgs, auch bei Psychotherapien, sind unabhängig von der jeweils gewählten Methode und gründen allein auf einem guten Verhältnis von Patient*in / Klient*in und Therapeut*in.

Ermutigung aus dem Glauben: In Markus 9,17 sagt uns Jesus zu: „Alles kann, wer glaubt!“ Unter der Perspektive, von Gott angenommen zu sein, von ihm getragen  zu sein, ihm grenzenlos vertrauen zu dürfen, kann ich mir selber bedingungslos vertrauen und bin in der Lage, gar Berge zu versetzen.

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